Carl Ceiss

HÖLLENFAHRT

Serielle Komödie (Erster Teil der Trilogie der Fahrten)

Besetzung: 4 D, 3 H, Kleindarsteller  (ODER: 1 D, 1 H als Monologfassung)
Entstanden: 2004
Rechte: Alle Rechte beim
SEISMOCORDER VERLAG, Berlin. Frei zur Uraufführung
Szenische Lesung 2007 am Schauspiel Neukölln.


In der Notaufnahme eines Krankenhauses finden sich in der Nacht unter-schiedliche Patienten ein. Die hochschwangere Hure Mausi mit dem gewaltbereiten, angeblichen Kindesvater Hiebe, sowie der verletzte Sportler Hakky und der verwirrten Grosmutter Kutsche. Sie treffen auf den völlig übermüdeten Arzt Zeiler und die schwatzsüchtige Nachtschwester Stern. Sie sind alle so stark in ihren eigenen Welten konditioniert, das sie kaum zu Interaktionen fähig sind. Die nächtlichen Patienten und ihre Mediziner leiden an ihrem eigenen Lebensunglück. Da sie nicht miteinander kommunizieren und sich mit den anderen solidarisieren können, wird ihre Welt zur Hölle. Das kluge Embryo beobachtet dieses unmenschliche Treiben und beschließt, den spontanen Kindstod zu sterben, um sich dieses Leben in einer Welt ohne Empathie zu ersparen. In dieser sich auflösenden Gesellschaft sieht es keine Zukunft mehr. Für die Lebenden eine HÖLLENFAHRT.

Eine minimalistische Variante des Stücks HÖLLENFAHRT kann mit einer Darstellerin und einem Darsteller gespielt werden, eine weitere Variante besteht aus sieben einzelnen Monologen der Figuren in ihrer höllischen Vereinsamung.

(Der zweiter Teil der Trilogie der Fahrten ist die schon 1994 geschriebene serielle Komödie HIMMELFAHRT, in der das gleiche Personal auf einer Beerdigung mit anschließender Trauerfeier agiert, unfähig zu Kommunikation und Trauerarbeit, der dritte Teil ist die serielle Tragödie KREUZFAHRT. (e: 2012)


SEISMOCORDER VERLAG, Berlin

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