DON JUAN UND FAUST

Tragödie von Christian Dietrich Grabbe
Bearbeitung von Carl Ceiss

Besetzung : 6 H, 2 D, Wechseldekoration
Entstanden : 1984/94
Rechte : Alle Rechte beim SEISMOCORDER VERLAG
, Berlin. Frei zur Aufführung bei ermäßigtem Tantiemesatz.


Der unglückliche Detmolder Dramatiker Christian Dietrich Grabbe wagte in seiner Tragödie, zwei fulminante Stoffe der Weltliteratur an einem Abend zu vereinen und hoffte, sie dabei zu übertreffen. Mit Goethes "Faust" sowie Da Ponte und Mozarts "Don Giovanni" wählte er zwei der erfolgreichsten Werke aus, die er finden konnte. Doch der dramaturgische Hauptmangel dieses Versuchs ist die ungenügende, eher formale und mechanische Verknüpfung beider Stoffe. Diesen oft beklagten Umstand zum Anlass nehmend, wagt die Bearbeitung den Versuch, diesen so gewichtigen und zentralen Mangel zu beheben, ohne das Textgefüge Christian Dietrich Grabbes wesentlich zu verändern. Dies gelingt mit einem eleganten und effizienten Kunstgriff, der zudem zu einer Reduzierung des Personals führt. Aus Leporello, dem Diener des Don Juans und aus dem Schwarzen Ritter, dem Mephisto Fausts, wird eine weibliche Figur, die schwarze Leporella, eine teuflische Dienerin zweier Herren, die beide Figuren in den Abgrund reißt. Dies dürfte eine neue, starke Paraderolle für eine starke und komödiantische Schauspielerin werden. Dagegen wurde Donna Anna, die beide Männer nur als ihr Liebesobjekt sehen, zu einer mechanischen Puppe, einer Tänzerin ohne eigenen Text. 

Es entsteht eine überraschend frische Sicht auf den alten Nord - Süd Konflikt. Die Bearbeitung nutzt dabei die Erfahrungen aus einer Inszenierung dieses Stücks an der Volksbühne Berlin. Ferner sind einige überquellende, retardierende und handlungsarme Textpassagen gekürzt worden.


SEISMOCORDER VERLAG, Berlin

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